Mindestens 55 Jahre.
Schweiz · Ruhestand für Drittstaatsangehörige
Ruhestand in der Schweiz ist ein persönlicher Ausnahmeweg.
Für ältere Drittstaatsangehörige kann eine Bewilligung möglich sein, wenn persönliche Beziehungen zur Schweiz und ausreichende Mittel belegt sind. Vermögen allein genügt nicht.
Welche Frage beschreibt Ihren Zugang?
Staatsangehörigkeit und tatsächliche Lebens- oder Geschäftsaufgabe bestimmen den Rechtsweg. Vermögen allein ist keine eigene Schweizer Aufenthaltskategorie.
DIE ROUTE AUF EINEN BLICK
Eine persönliche Verbindung, kein käuflicher Ruhestandstitel.
Art. 28 AIG ist ein enger kantonaler Weg für ältere Drittstaatsangehörige mit gelebten Beziehungen zur Schweiz.
Besondere persönliche Beziehungen zur Schweiz müssen belegt werden.
Notwendige finanzielle Mittel für den Aufenthalt.
Kantonale Einzelprüfung; keine Zusage durch Vermögen oder Immobilienkauf.
01 / AUSGANGSLAGEN
Welchen Unterschied könnte dieser Weg für Sie machen?
Ein Aufenthaltsrecht ist wertvoll, wenn seine Wirkung zu Ihrem Leben, Ihrer Familie oder Ihrer geschäftlichen Aufgabe passt.
Bekannter Ort
Bestehende persönliche Bindung in einen Wohnplan übersetzen.
Gesundheit
Versicherung und langfristige Versorgung früh sichern.
Neue Lebensphase
Nach aktiver Karriere ohne Schweizer Tätigkeit planen.

02 / RECHTSWIRKUNG
Was der Status gewährt. Und was offen bleibt.
Aufenthalt, Arbeit, Familie und Steuern werden nicht zu einem Versprechen verkürzt.
Mögliche kantonale Bewilligung nach Art. 28 AIG/FNIA; keine allgemeine Investorenroute.
Was diesen Weg qualifiziert.
Mindestalter 55, besondere persönliche Beziehungen und notwendige finanzielle Mittel laut SEM.
Anlage, Nachweise und tatsächliche Verfügbarkeit werden vor jeder Bindung fallbezogen geprüft.04 / DAS LEBEN HINTER DEM TITEL
Aufenthalt allein beantwortet nicht alle Alltagsfragen.
Wer mitkommt, was Sie vor Ort tun dürfen und welche steuerliche Folge entsteht, sind drei verschiedene Prüfungen.
Familie: Die Ausnahmebewilligung gilt nicht automatisch mit.
Art. 28 AIG betrifft die persönliche Zulassung der pensionierten Hauptperson ab 55. Ein Partner oder Kind braucht eine eigene Prüfung des Familiennachzugs anhand des später erteilten Titels.
- Bei einer B-Bewilligung nennt SEM für Ehepartner und ledige Kinder unter 18 eigene Voraussetzungen: gemeinsames Wohnen, passende Unterkunft, Mittel und gegebenenfalls Sprachbelege.
- Auch die Nachzugsfristen sind zu prüfen: grundsätzlich fünf Jahre, bei Kindern über zwölf zwölf Monate. Ein erwachsenes Kind lässt sich nicht aus der Ruhestandsbewilligung ableiten.
Ruhestand: Persönliche Bindung und kein Erwerb.
Art. 28 AIG und Art. 25 VZAE verlangen mindestens 55 Jahre, besondere persönliche Beziehungen zur Schweiz und notwendige finanzielle Mittel. Die Zulassung ist eine kantonal geprüfte Möglichkeit, keine Kaufroute.
- Die Ruhestandskategorie setzt voraus, dass keine Erwerbstätigkeit in der Schweiz ausgeübt wird. Eine aktive Leitung einer Gesellschaft ist deshalb vor Antrag als Tätigkeit zu prüfen, auch wenn der Betrieb im Ausland sitzt.
- Für einen späteren Einstieg in Arbeit oder unternehmerische Tätigkeit muss ein anderer geeigneter Aufenthalts- und Arbeitsweg geprüft werden.
Steuern: Der neue Lebensmittelpunkt hat Folgen.
Die Ruhestandsbewilligung ersetzt keine Steuerprüfung. Ein Schweizer Wohnsitz kann unabhängig von einer festen Tageszahl entstehen; ab 90 Tagen ohne Arbeit greift zusätzlich der steuerrechtliche Aufenthalt nach Art. 3 DBG.
- Pensionen, Kapitalerträge, Vermögen und ausländische Immobilien sind mit dem konkreten Kanton, der Gemeinde und den anwendbaren Abkommen zu prüfen.
- Es gibt keinen bundesweit gültigen Steuerbetrag, den man als Preis dieser Aufenthaltsroute behandeln könnte.
05 / BESTAND UND PERSPEKTIVE
Der Erhalt des Status gehört zur Entscheidung.
Ein guter Plan berücksichtigt nicht nur die Zulassung, sondern Anwesenheit, Erneuerung und Perspektive.
Präsenz
Echter Wohnsitz im beantragten Kanton ist nötig.
Verlängerung und Pflichten
Mittel, Bindung und sonstige kantonale Auflagen weiter erfüllen.
Spätere Perspektive
Eine ordentliche Einbürgerung kann nach zehn anrechenbaren Wohnsitzjahren beantragt werden, sofern zuvor eine C-Bewilligung erlangt wurde; drei Jahre in den letzten fünf sowie Integrations- und kantonale Vorgaben gelten zusätzlich. Die Ruhestandsbewilligung führt nicht automatisch dorthin.
06 / ABLAUF UND KOSTEN
Der nächste Schritt beginnt vor dem Antrag.
Bindungen, Altersnachweis, Mittel und Versicherung vor kantonalem Antrag dokumentieren.
Die gesamte Entscheidung kalkulieren.
Soweit Mindestbeträge genannt sind, sind sie gesetzliche Zugangsschwellen nach dem dokumentierten Quellenstand – keine Schätzung der Gesamtkosten. Gebühren und weitere Kosten prüfen wir fallbezogen vor dem Antrag.
- Qualifizierende Anlage oder wirtschaftliche Grundlage
- Behördliche Gebühren und Übersetzungen
- Rechts- und Steuerprüfung
- Familie, Versicherung und Standort
- Laufende Pflichten und Verlängerung
- Möglicher Ausstieg oder Statuswechsel
07 / EIGNUNG UND GRENZEN
Wann diese Route auf Ihre Liste gehört.
Ein passender Titel erfüllt eine konkrete Aufgabe. Wo Rechte oder Pflichten nicht passen, beginnt der Vergleich mit einer anderen Route.
Die entscheidende Frage
Welche belegbare persönliche Beziehung verbindet Sie bereits mit der Schweiz?
Wo der Weg endet
Diskretionäre Prüfung; pauschale Vermögensschwellen sind kein Ersatz für persönliche Voraussetzungen.
08 / WAS NBF FÜR SIE KLÄRT
Erst Ihren Fall verstehen. Dann einen Weg empfehlen.
Sie erhalten eine Prüfung entlang Ihrer tatsächlichen Lebens- und Geschäftsplanung, statt nur eine Liste verfügbarer Visa.
Ihr Szenario
Wir klären, wer den Ort nutzen soll, welche Tätigkeit geplant ist und welche Wirkung für Sie zählt.
Rechte und Bindung
Wir prüfen Zugangsgrundlage, Familie, Arbeit, Präsenz und laufende Pflichten zusammen.
Eine belastbare Entscheidung
Offene Rechts-, Steuer- und Kostenfragen gehen gezielt in die Fachprüfung. Dann vergleichen wir die Route mit Alternativen.
09 / QUELLEN UND PRÜFSTAND
Die Entscheidungsgrundlage bleibt sichtbar.
Programmbroschüren können Wege erklären. Für Rechtswirkung und Bedingungen zählen die zuständigen Stellen und der aktuelle Fall.
REDAKTIONELLER STAND · 3. OKTOBER 2026Quellen und PrüfstandQuellen öffnen
Die genannten Regeln stützen sich auf die verlinkten Quellen. Bedingungen, Verwaltungspraxis und die Eignung Ihres Falls prüfen wir vor einer individuellen Empfehlung erneut.
SEM-Weisungen bestätigen Art. 28 AIG und Art. 25 VZAE; kantonale Praxis und Familienstatus separat prüfen.
IHR NÄCHSTER SCHRITT
Finden Sie heraus, ob dieser Weg zu Ihrem Plan passt.
Wir prüfen das Programm im Zusammenhang mit den Rechten, die Sie tatsächlich brauchen.
